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 Betreff des Beitrags: Die DkV-Bücher - eine Bilanz
#1BeitragVerfasst: 27.09.2015, 17:03 
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Nachdem nun kürzlich (wieder einmal - vgl. Nr. 16 / Nr. 20) das letzte Band der DkV-Bücher veröffentlicht wurde, erscheint
mir eine Bilanz angebracht. Natürlich überwiegen die positiven Eindrücke, aber mich reizt auch die Überlegung, was wurde versäumt
und welche Entscheidungen von Frau Sommer-Bodenburg mögen im Nachhinein zumindest diskussionswürdig sein. Vorab - natürlich ist
mir klar, dass wir hier als Erwachsene über Figuren aus Kinderbüchern diskutieren und insofern einige Ideen für die eigentliche
Zielgruppe (Kinder) uninteressant oder einfach nicht umsetzbar sein mögen.

Zwei Beispiele :

Geiermeier - Er ist aus Sicht Antons und der Vampire eine permanente Bedrohung im Hintergrund, böse, hässlich und gelegentlich eine
Witzfigur. Es gibt keine Momente, die der Figur Geiermeier eine Vergangenheit, Tiefe oder nur irgendeine positive Eigenschaft vermittelt.
Selbst der Geiermeier der zweiten Serie und insbesondere Gert Fröbe in der ersten Serie holen aus der Figur mehr heraus als die
Bücher.

Olga - Ist wohl jedem klar, dass das von mir kommen muss. Im Gegensatz zu Geiermeier besser aussehend, aber im Laufe der Bücher
zunehmend bösartiger beschrieben; einerseits manipulierend, andererseits dabei nicht sonderlich intelligent wirkend. Sie verkörpert wohl
neben Tante Dorothee alle negativen Vorurteile Vampire (und Blondinen) betreffend.

Was beide Figuren in den Büchern nie oder selten taten - den Leser mit ihrem Verhalten überraschen. Was wäre gewesen, hätte Anton
irgendwann einen Unfall gehabt (z. B. in ein offenes Grab gefallen) und wäre von Geiermeier gerettet worden. Oder - Olga, die Anton,
Anna oder Rüdiger tatsächlich hilft (z. B. indem sie Tante Dorothee belügt). Dies müsste nicht einmal aus guten Motiven geschehen,
es könnte auch einfach Olgas Unterhaltung dienen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die DkV-Bücher - eine Bilanz
#2BeitragVerfasst: 27.09.2015, 17:48 
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Interessant finde ich auch die steigende Fokussierung auf Anna. Rüdiger blieb in den Bänden recht gleich, aber Anna hat eine richtige Entwicklung gemacht. Sie bot jetzt so im Rückblick wohl auch mehr Potenzial als Rüdiger.
Von Geiermeier hätte ich mir etwas mehr gewünscht, etwas zu seiner Geschichte.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Die DkV-Bücher - eine Bilanz
#3BeitragVerfasst: 01.10.2015, 13:43 
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Reizvoll wäre es im Laufe der Bücherhandlung gewesen, wenn (vergleiche "True Blood") sich die Vampire
(als Gemeinschaft, nicht nur Einzelne) den Menschen offenbart hätten. Anton hätte Rüdigers Verwandten
offen als Mensch vorgestellt werden können, während Antons Eltern erfahren hätten, dass ihr Sohn nicht zu viel
Fantasie hat. In der letzten Folge der ersten Serie haben Theodor und Dorothee durchaus einige
gelungene Szenen mit dem Menschen Anton.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die DkV-Bücher - eine Bilanz
#4BeitragVerfasst: 08.12.2015, 19:48 
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Interessante Überlegungen.

Auch ich hätte bei der Vielzahl an Büchern einigen Charakteren (in etwa Olga oder Rüdiger) zum Ende hin noch mehr Tiefe gestattet.
Kleine Bemerkungen oder Taten am Rande, die einen vielschichtigeren Charakter hinweisen, hätten ja vollkommen genügt.

Dass Anna dieser Raum geboten wurde und Rüdiger von Anfang an in seinem Verhalten sehr vorhersehbar blieb, finde ich auch nicht nachvollziehbar.
Habt ihr Erklärungsversuche?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die DkV-Bücher - eine Bilanz
#5BeitragVerfasst: 29.01.2016, 21:45 
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Erklärungsversuch: Männer/Jungs sind einfach gestrickt und dabei glücklich (bei Mario Barth gestohlen).


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